In einer Zeit, in der sich jeder Einzelne Gedanken über seinen ökologischen Fußabdruck macht, gewinnt das Thema Energie an Bedeutung. Die heutige Technologie ist bereits so weit entwickelt, dass es kein Problem mehr darstellt, Energie aus der natürlichen Erdwärme oder aus der Luft zu gewinnen. Genau das ist die Quelle, aus der die Wärme für ein Haus mit Wärmepumpenheizung bezogen wird. Lesen Sie hier, wie Sie als Hausbesitzer mit der Neuanschaffung einer Wärmepumpenheizung Energiekosten einsparen, und damit auch Ihren ökologischen Fußabdruck verringern.
Wie funktioniert eine Wärmepumpenheizung
Inhalt
- 1 Wie funktioniert eine Wärmepumpenheizung
- 2 Drei verschiedene Wärmepumpen zur Wahl
- 3 Achten Sie auf die Jahresarbeitszahl
- 4 Die Wärmepumpenheizung benötigt Strom
- 5 Genau die richtige Heizung für Häuser ohne Keller
- 6 Weniger Wartung
- 7 Besonders geeignet für Neubauten
- 8 Wann sich die Wärmepumpenheizung im Altbau rentiert
- 9 Förderungen nicht vergessen!
Am Einfachsten lässt sich eine Wärmepumpenheizung mit einem Kühlschrank vergleichen. Ja, Sie lesen richtig! Mit einem Kühlschrank. Auch bei diesem Küchengerät dreht sich alles im wahrsten Sinne des Wortes um ein Kältemittel. Besagtes Kältemittel reagiert besonders empfindlich auf Wärme.
Sobald es mit wärmeren Temperaturen in Berührung kommt, verdampft es. Während auf diese Art und Weise die Wärme als Gas aus dem Kühlschrank heraustransportiert wird, macht die Wärmepumpenheizung genau das Gegenteil. Sie transportiert die Wärme im ins Haus hinein. Oder – so man will – kann die Technologie auch gleich als Klimaanlage Verwendung finden. Aus Eins mach Zwei!
Drei verschiedene Wärmepumpen zur Wahl
Es gibt drei verschiedene Arten von Wärmepumpen. Sie können zur Energieversorgung:
- Luft
- Erdwärme
- Grundwasser
heranziehen. Die Grundwasservariante ist in den letzten Jahren in Verruf geraten, und wird von den Ländern aufgrund strenger Wasserschutzauflagen nur noch selten genehmigt. Wer eine hohe Jahresarbeitszahl erreichen will, entscheidet sich daher für die Energiegewinnung aus Erdwärme. Denn die Anlage zur Gewinnung von Wärme aus Luft ist zwar diejenige, die am Leichtesten zu installieren ist, bringt aber auch die schlechtesten Jahresarbeitszahlen. Lesen Sie darüber mehr im nächsten Abschnitt.
Achten Sie auf die Jahresarbeitszahl
Wer auf ökologisch sinnvolle Energieerzeugung Wert legt, der achtet beim Betrieb seiner Wärmepumpenheizung auf eine hohe Jahresarbeitszahl. Liegt diese über 3, dann heizen Sie ökologisch sinnvoll. Soll heißen: Ab einer Jahresarbeitszahl über drei produziert die Pumpe Wärme unter Verwendung von einem Drittel Strom. Innovative Technologien liefern heute schon eine Jahresarbeitszahl von 4.
Die Wärmepumpenheizung benötigt Strom
Um diese Art der Heizung verwenden zu können, ist Antriebsenergie notwendig, die in Form von Strom angeliefert werden muss. Zwar läuft die Heizung zu rund 75 % mit Umweltwärme, aber die restlichen 25 % müssen mittels Strom abgedeckt werden. Auch der Strom kann in bestimmten Gebieten durch Photovoltaikanlagen zu 100 % selbst hergestellt werden. Leider liegt aber auch genau hier der Schwachpunkt der Stromerzeugung durch Sonnenenergie: In der kalten Jahreszeit gibt es nur wenig davon.
Genau die richtige Heizung für Häuser ohne Keller
Diese Aussage wird Sie vielleicht zunächst überraschen. Dabei ist sie doch nur logisch. Wer sein Haus mit einer Wärmepumpenheizung beheizt, der braucht weder Holz noch Öl einzulagern. Dieser Umstand macht diese Technologie zu einer sehr sauberen Lösung, vor allem auch deshalb, weil für den Betrieb kein Schornstein vonnöten ist. Vergessen Sie auch teure Gasanschlüsse. Auch auf sie können sie als Besitzer dieser effizienten Energieversorgungstechnik getrost verzichten.
Weniger Wartung
Das ist ein weiterer Vorteil, der für den Einbau einer Wärmepumpenheizung spricht. Im Gegensatz zur Holz- oder Gasheizung muss eine Wärmepumpenheizung nur minimal gewartet werden. Natürlich müssen auch hier funktionsrelevante Teile überprüft werden, und auch das zirkulierende Kältemittel muss den Vorschriften der Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) entsprechen. Lassen Sie daher Ihre Anlage regelmäßig von einem Fachunternehmen überprüfen.
Besonders geeignet für Neubauten
Da die Technologie und deren Voraussetzungen schon während des Baus berücksichtigt werden kann, ist eine Wärmepumpenheizung besonders für den Neubau zu überlegen. Außerdem können Sie bei einem Neubau davon ausgehen, dass der Heizleistungsbedarf Ihres Hauses unter 10 kW liegt. Diesen Heizleistungsbedarf sollte ein Gebäude erreichen, das mit Wärmepumpenheizung temperiert werden will.
Wann sich die Wärmepumpenheizung im Altbau rentiert
Nicht nur aufgrund des geringen Platzbedarfes stellt diese Art der Energieerzeugung eine geeignete Technologie auch für den Altbau dar. Eine im Nachhinein eingebaute Wärmepumpenheizung rentiert sich für alle, die in ihrem Bestandshaus mit hohen Energiekosten zu kämpfen haben. Natürlich muss hier auch für eine gute Dämmung gesorgt werden. Lieber ein Mal etwas tiefer ins Geldbörserl greifen, und danach viele Jahre und Jahrzehnte Ruhe, und ein wohlig warmes Zuhause genießen.
Förderungen nicht vergessen!
Falls Sie in nächster Zeit die Anschaffung einer Wärmepumpenheizung planen, informieren Sie sich umfassend über die aktuellen Förderungen in Österreich. Der Bund fördert Umweltmaßnahmen (6) mit dem Sanierungsscheck, der im Jahr 2018 vermutlich mit März eröffnet wird. Auch von den Ländern (7) wird sowohl die Sanierung als auch der Neubau gefördert. Daneben bieten auch einzelne private Energieversorgungsunternehmen Förderungen an. Einige davon sind:
- Enamo (1)
- Energie AG (Oberösterreich) (2)
- KELAG (Kärnten) (3)
- TIWAG (Tirol) (4)
- VKW (Vorarlberg) (5)
Eine Wärmepumpenheizung ist eine feine Sache. Sie bietet nachhaltigen Komfort und Behaglichkeit. Informieren Sie sich vor Ihrem Projekt umfassend über die Möglichkeiten, die sich Ihnen für Ihren Bestandsbau oder Ihren Neubau bieten.
- http://www.enamo-oekostrom.at/Foerderungen/Waermepumpe/
- https://www.energieag.at/Privat/Strom/Waermepumpe
- https://www.kelag.at/energiefoerderung